Vorläufiger Projektname »Frosch«

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Wir haben uns dieses Wochenende aufgrund der amorphen Gestalt des geschlechts- und gesichtslosen Lebewesens in der Gebärmutter für die vorübergehende Bezeichnung Frosch entschieden. Das ist zunächst nicht sonderlich schmeichelhaft, aber das Beste, auf das wir uns kurzfristig einigen konnten. Um der Geschlechtslosigkeit weiteren Ausdruck zu verleihen, wird der Frosch auch gelegentlich von ihr verniedlicht – das Fröschchen. Ich bevorzuge eher die artikellose Variante und unterdrücke meine Vetostimme zugunsten des Hausfriedens.

Rein rechnerisch gibt es schon einen Entbindungstermin: 28. August 2017. Da wird es schleunigst Zeit, sich über zwei fundamenale Infrastrukturaspekte zu kümmern, wenn das Kind die Welt betritt. Zum einen die Sicherstellung des Einkommens, das Elterngeld, die Elternzeit, das ganze Drumherum des ersten Jahres, in dem man angeblich nicht schlafen kann – wer arbeitet wann, wie lange oder in Teilzeit oder was? Und der Kitaplatz. Ich erinnere mich an Horrorberichte befreundeter oder gar verwandter Eltern, dass man sich möglichst früh darum kümmern muss, am besten schon, bevor man selbst vom Kinderwunsch weiß. Aber erstmal eine Schnaufpause – eine kurze Recherche bestätigt, dass man sich in unserer Gegend erst rund um den Geburtstermin umhören sollte.

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