8BitPapa

Ricks Jakobsweg Berlin ↦ Leipzig (3/​3)

Abschnitt Wittenberg ↦ Leipzig (88/107 km) entlang der Via Imperii

Sei­te wei­ter­emp­feh­len oder spä­ter wei­ter­le­sen

Foto­kar­te auf Voll­bild­schirm anse­hen oder
Plan- und Gelau­fen-Ver­gleich auf Goog­le Maps oder
Ricks Jakobs­weg-GPX-Datei her­un­ter­la­den (Stand 12.10.2020)

Hin­ter­grund zu die­sem Jakobs­weg, war­um ich ihn emp­feh­le und nicht emp­feh­le, und wie man mit den her­un­ter­lad­ba­ren GPX-Datei­en arbei­tet, gibt es auf die­ser Sei­te:
Hin­ter­grund und GPX-Infos zum Jakobs­weg Ber­lin ↦ Leip­zig

(Dies ist der 3. Teil. Teil 1 /​ Teil 2 ver­passt? Und hier die Ruck­sack-Pack­lis­te.)

Lutherstadt Wittenberg ↦ Kemberg-Bergwitz (Tag 8/​11)

Jakobs-Kilo­me­ter: 14 km (brut­to 19 km)

Wit­ten­berg, der 2/​3‑Punkt der Stre­cke, war die letz­te gro­ße Stadt vor Leip­zig. Der Glöck­ner­stift-Pil­ger­her­ber­gen-Admi­nis­tra­tor warn­te mich vor dem fol­gen­den Weg mit den Wor­ten

»Süd­lich von hier wird’s dünn. Restau­rants, Super­märk­te, da ist nicht viel. Decken Sie sich bes­ser ein. Hier ist die Adres­se eines Super­markts in Wit­ten­berg.«

Ich war auf das Schlimms­te gefasst, eine Wüs­te, eine neue Eis­zeit. Inter­net? Essen? Was­ser? Ich besuch­te tat­säch­lich den Wit­ten­ber­ger Super­markt (100 Punk­te für die­je­ni­gen, die ihn über mei­nen GPX-Kar­ten­weg fin­den 🙂 ) und belud mich mit 3 zusätz­li­chen Nah­rungs­mit­tel-Kilo­gramm: Nüs­se und ande­re fet­ti­ge Snacks, kof­fe­in­hal­ti­ge Geträn­ke und einen die­ser super­teu­ren Smoot­hies mit einer Monats­la­dung aller Vit­ami­ne kom­pri­miert in 250 ml Flüs­sig­keit. 

Kurz aber ganz ange­nehm war die­ser ers­te Wüs­ten­wan­der­ab­schnitt, zumin­dest nach­dem man das ers­te Stück wei­ter an der von Berufs­ver­kehr geplag­ten B2 geschafft hat­te. Die­ses­mal, Gott sei Dank, MIT Fuß­weg.

Ganz ungfähr­lich ging es trotz­dem nicht wei­ter. In den sach­sen-anhäl­ti­schen Wit­ten­berg­vor­or­ten lern­te ich näm­lich eine fas­zie­ren­de Beson­der­heit der Anwoh­ner ken­nen: Nicht-asphal­tier­te Bür­ger­stei­ge wur­den von den Besit­zern der anlie­gen­den Grund­stü­cke gerecht! Ja, Rechen im Sin­ne von »Fur­chen­zie­hen für Saat­gut«. Den Sand, auf dem nichts wächst. Auf Stadt­bo­den, der nicht zum Grund­stück gehör­te. Auf Bür­ger­stei­gen, auf denen man in der Regel ging. Noch heu­te bin ich am Rät­seln, war­um das jemand tun soll­te? Bür­ger­stei­ge rechen. Und nie­mand, den­die ich bis­her gefragt habe, wuss­te ein Lösung, alle hör­ten davon auch das ers­te Mal. Und es war nicht nur ein Grund­stück…

Bewusst wur­den mir die­se Man­da­las erst, als ich, wie Shi­va, die Kunst­wer­ke durch Dar­über­lau­fen fahr­läs­sig zer­stör­te. Wer rech­net auch damit, dass ein Bür­ger… egal. Zor­ni­ge Eigen­heim­be­sit­zer­ru­fe brach­ten mich dann in eine eben­so zor­ni­ge Stim­mung, die, wie das auf so Wan­der­we­gen ist, mich für die nächs­ten zehn Kilo­me­ter gedank­lich beschäf­tig­ten. 

Zum Glück waren alle ande­ren Sach­sen-Anhäl­ter, auf die ich dem Rest des Tages traf, super­freund­lich. Beson­ders die Älte­ren erin­ner­ten sich wohl auch an ihre Wan­der­ta­ge und man grüß­te sich unbe­kann­ter­wei­se oder wink­te mit der Hand (alte Tra­di­ti­on, um zu zei­gen, dass man kein Sturm­ge­wehr und kei­ne Bazoo­ka unter der Hand ver­steck­te). 

Auch der Weg lenk­te mich von den flu­chen­den Bür­ger­steig­re­chern ab. Es ging über asphal­tier­te Fahr­rad-Über­land­we­ge, gemischt mit eini­gen Forst­pas­sa­gen Rich­tung nörd­li­cher Kan­te der Dübe­ner Hei­de. Das ist die höchs­te Lander­hö­hung zwi­schen Ber­lin und Lepi­zig. Und da wur­de der Geo­lo­ge und Topo­lo­ge in mir wach. Also doch kei­ne Wüs­te — eher eine »Eis­zeit«, eine Ex-Eis­zeit :). Denn hier geht’s um das The­ma Land­schafts­for­mung durch Glet­scher. Und dass die Erhö­hung zwi­schen Elbe (Wit­ten­berg, Nor­den) und Mul­de (Leip­zig, Süden) durch die Eis­zeit ent­stand: Eine End­mo­rä­ne, wie die Dübe­ner Hei­de, ver­ur­sacht durch das Vor­an­schie­ben und Stop­pen von Gestein durch einen Glet­scher. Und jetzt lief ich auf die­se gestopp­te End­ge­steins­schicht zu.

Der Her­ber­gen-Stopp davor: Ein klei­ner Ort namens Berg­witz, ein Teil von Kem­berg. Ein freund­li­cher Küs­ter hat­te mir ein Schlaf­sack­la­ger ver­spro­chen. (Damals wuss­te ich noch nicht, dass »Schlaf­sack­la­ger« trotz­dem ein Bett­ge­stell beinhal­tet. Im End­ef­fekt schlepp­te ich 400g Iso­mat­te nutz­los nach Leip­zig. Aber »was nicht umbringt…«)

Kem­berg lag genau nörd­lich vor der Dübe­ner Hei­de, deren Über­que­rung mei­ne längs­te Etap­pe sein soll­te. Da ich in Wit­ten­berg vor­ge­warnt wur­de, erwar­te­te ich nicht wirk­lich einen signi­fi­kan­ten Land­schafts- und Pro­vi­ant­auf­füll­punkt, so wie viel­leicht Zago­ra, die berühm­te Dat­tel­pal­men­oa­se in Marok­ko gleich neben der Saha­ra. Aber viel­leicht wuss­ten Wit­ten­ber­ger gar nicht, wie sich das Leben süd­lich der Elbe in den letz­ten 200 Jah­ren wei­ter­ent­wi­ckelt hat­te? Denn die Über­ra­schung war groß. Abseits von Kür­bis­sen und Eiern von Pri­vat am Stra­ßen­rand, gab es unweit mei­ner Pil­ger­her­ber­ge (evan­ge­li­sches Frei­zeit­heim hin­ter der Kir­che) einen rie­si­gen Super­markt. Mit allem Drum und Dran und sogar Nah­rungs­mit­teln. Pri­ma, dann konn­te ich mir die Groß­stadt-Ersatz-Erd­nüs­se für das Glet­scher­tal am nächs­ten Tag auf­he­ben.

In Berg­witz hat­te Jako­bus der Älte­re noch eine Über­ra­schung für mich. Der Apos­tel schick­te mir den ers­ten ein­zi­gen ech­ten Gläu­bi­gen (abseits des Pfar­rers in Saar­mund) in mei­nen Weg; einen Ver­wal­ter des Frei­zeit­heims und Kirch­ge­län­des, mit hand­werk­li­chen und ver­wal­te­ri­schen Tätig­kei­ten und der Schlüs­sel­or­ga­ni­sa­ti­on beauf­tragt. Nach eini­gem Hin und Her öff­ne­te er erst die Tür der Unter­kunft, und dann sich selbst (erzäh­le­risch), und er erkann­te die Authen­ti­zi­tät mei­ner Wall­fahrt. Tat­säch­lich brach­te ich ihm so viel Ver­trau­en ent­ge­gen, dass ich ihm mei­ne gan­ze Geschich­te über mei­ne Mis­si­on und mei­ne Hin­ter­grün­de erzähl­te, wäh­rend er mir die Kir­che zeig­te. Dort saßen wir zu zweit, spra­chen über Gott und die Welt und klag­ten ein biss­chen gegen­sei­tig. Er bete­te für mich, und was er da bete­te muss­te und muss ich mir mer­ken: Er bete­te nicht für ein lan­ges Leben. Er bete­te, dass ich die­se Welt zu einem Zeit­punkt ver­las­sen soll­te, zu dem ich Frie­den mit mei­ner kniff­li­gen Situa­ti­on gefun­den hät­te. Oder dass ich mir den Zeitpuntk selbst aus­su­chen dürf­te. Das fand ich außer­or­dent­lich raf­fi­niert und wei­se, denn so blieb die Suche nach dem “rich­ti­gen” Ziel offen und mei­ne Wall­fahrt ver­lor nicht ihren Sinn, son­dern wur­de bestärkt.

Eine inter­es­san­te Begeg­nung.

Kemberg-Bergwitz ↦ Bad Düben
(Tag 9/​11)

Jakobs-Kilo­me­ter: 30 km (brut­to 37 km)

Mücken. Mücken. Mücken. Aus Berg­witz Rich­tung Kem­berg war ich beson­ders früh raus, weil mich die Mücken die gan­ze Nacht nicht schla­fen lie­ßen. Außer­dem roch die Unter­kunft nicht beson­ders gut, das Gebet vom Zuvor­nach­mit­tag moti­vier­te mich, und die bevor­ste­hen­den 30 km waren doch eine ech­te Her­aus­for­de­rung. Es stan­den sogar die ers­ten Höhen­me­ter an: fast 200! Booya­ka­sha!

Wäh­rend der letz­te Abschnitt wan­de­rungs­wei­se ganz ange­nehm war, erwies sich die­ser Weg als noch schö­ner und sogar etwas aben­teu­er­lich. Grund­sätz­lich ging es einen Morä­nen­hü­gel hin­auf (Gestein, das ein Glet­scher am Ende und den Rän­dern lie­gen lässt), dann wie­der hin­un­ter, und im süd­lich anschlie­ßen­den Glet­scher­tal strai­ght Rich­tung Leip­zig. Mit ein, zwei Zwi­schen­schlaf­stopps, weil Glet­scher eben groß sind und viel Land platt­drü­cken. Die­se topo­lo­gi­sche Beson­der­heit mach­te den Weg für mich inter­es­sant. 

Bis zur Hälf­te der Morä­nen­an­hö­he schien alles wie ein küh­ler Vor­al­pen­wirt­schafts­weg mit Ban­ken für Pau­sen und kurio­sen Grund­stü­cken zu bei­den Sei­ten, die Schre­ber­gär­ten ähnel­ten. Eine Schnell­stra­ße­über­que­rung spä­ter lan­de­te ich auf einem Forst­wirt­schafts­weg, für Pri­vat­fahr­zeu­ge gesperrt. Und hier war man schlag­ar­tig im sach­sen-anhäl­ti­schen Dschun­gel, der höher und höher führ­te und des­sen Wald­land­schaft wil­der und wil­der wur­de.

Vom Forst zum dich­ten Misch­wald auf immer schma­ler und ver­schlun­ge­ner wer­den­den Pfa­den. Inklu­si­ve Wild­schwein-Bud­del­spu­ren links und rechts, ent­spre­chend beglei­ten­den Wild­schwein-im-Busch-Raschel­ge­räu­schen und Amseln-imi­tie­ren-Wild­schwei­ne-Raschel­ge­räu­schen. (Und inklu­si­ve auf­ge­stell­ter Nacken­haa­re.) Aber ich hat­te ja mei­nen Wan­der­stock dabei. Außer­dem weiß man doch, dass Wild­schwei­ne eher scheu sind. — Wer also auf einem Wald­ja­kobs­weg einen laut vor sich hin­brab­beln­den Allein­pil­ge­rer sieht — das bin ich.

»Sooo, und ich rede jetzt ein biss­chen extralaut mit mir selbst, damit Wild­schwei­ne im Umkreis von 500 m wis­sen, dass ich kom­me, la la la, und Reiß­aus neh­men, la la la, Psy­cho­lo­gen hät­ten mit einem mit sich selbst brab­beln­den Wan­de­rer einen Hei­den­spaß, oh jetzt kommt aber ein stei­ler Anstieg, la la, und dahin­ter eine dunk­le Wal­de­cke, aber dahin­ter sieht man auch schon wie­der Licht, la la la, kann man auch ein biss­chen schnel­ler gehen, oder sogar fast lau­fen la la la.«

Die höchs­te Stel­le die­ses Dübe­ner Wan­der­wegs hat­te ich mir vor­ab als GPX-Weg­punkt mar­kiert, um sie ja nicht zu ver­pas­sen (Rast­platz Bau­er­haus: N 51.69787, E 12.58029, https://goo.gl/maps/3HV2BsPvVVYrGRB26). Vor Ort mach­te der Ori­gi­nal-Jakobs­weg dann einen Knick nach links-Süden, aber…

Halt halt halt, nicht so schnell. Ein Bedür­nis mel­de­te sich. Eigent­lich such­te ich nur eine Ecke, um mal um die Ecke gehen zu kön­nen. Aber sie­he da, hin­ter solch einer Ecke lag eine gro­ße Lich­tung mit einem Holz­bank­ge­stell für eine aus­ge­wach­se­ne Rast. Tol­le Sache! Ich hat­te ich seit eini­gen Stun­den nichts geges­sen, bes­ser ging es nicht. Nach Able­gen des Ruck­sacks raschel­te es jedoch in der 10 Meter ent­fern­ten Wald­gren­ze. Das konn­te kei­ne Amsel sein, das klang eher wie ein mas­si­ves 150 kg schwe­res Säu­ge­tier. Oder doch wie eine Amsel, so sicher bin ich mir da nie.

Die 2‑Mi­nu­ten-Pau­se war trotz­dem ent­span­nend. Denn bei jedem Ab- und Anle­gen des Ruck­sack reset­tet man alle Gur­te und passt die Ruck­sack­la­ge an die aktu­el­le Kör­per­hal­tung an; die ver­än­dert sich ja im Lau­fe des Tages. Die ers­ten paar Meter zieht man dann an dem einen oder ande­ren Rie­men, um alles per­fekt zu…

Moment, was war das? 

Ein Schild zu einer »Aus­sichts­ge­le­gen­heit«? Ein Blick auf die Off­line-OSM-Kar­te zeig­te, dass ich um ein Haar an der höchs­ten Stel­le der Dübe­ner Hei­de vor­bei­ge­lau­fen wäre: die oder der oder das Hohe Gieck! Was man alles ver­passt, wenn man stur dem Jakobs­weg folgt. 

Trotz der sport­li­chen Kilo­me­ter­leis­tung des heu­ti­gen Tages erlaub­te ich mir den klei­nen Ost­schlen­ker. Und nach ein­ein­halb Kilo­me­ter wur­de ich prompt belohnt. Unweit des men­schen­lee­ren, wild­schwein­be­völ­ker­ten Ewok­walds befand sich eine mas­si­ve Was­ser­werk­bau­stel­le mit Dut­zen­den Kanal­ar­bei­tern und 12-Ton­nern und Bau­ma­te­ri­al und Bau­ma­schi­nen und ent­spre­chen­dem Begleit­lärm. Das Was­ser­werk hat­te die höchs­te Stel­le des Mini­ge­bir­ges für sich gepach­tet und ent­spre­chend ein­ge­zäunt. Der Besuch der höchs­ten Stel­le der Dübe­ner Hei­de stell­te sich tat­säch­lich als Pil­le­pal­le her­aus. Ich hät­te hier eine Aus­flugs­gasttät­te errich­tet und wäre jetzt schon reich, tja. Kein Wun­der also, dass der offi­zi­el­le Jakobs­weg auf die­sen Aus­flugs­schlen­ker ver­zich­tet.

Mit jedem wei­te­ren Kilo­me­ter abwärts in Rich­tung Leip­zi­ger Tief­lands­bucht kamen ver­ein­zelt Fahr­rad­fah­rer und Wan­de­rer­pär­chen dazu. Nach Über­que­ren der B2 (»Hel­lo again«) befand ich mich in einem offi­zi­el­len Wochen­end­wan­der-Nah­erho­lungs­ge­biet. Da war die Wan­de­rer- und Autos-par­ken-am-Stra­ßen­rand-Dich­te auch ent­spre­chend hoch. Nach­denk­lich stimm­ten mich jedoch gro­ße Schil­der mit War­nun­gen. Wegen »Tot­holz« (ja, muss­te ich auch erst­mal in der Wiki­pe­dia nach­schla­gen):

»Tot­holz! Lebens­ge­fahr!« und

»Ach­tung, Gefahr für Leib und Leben!«

Nun hat­te ich mir in den anfäng­li­chen Pil­ger­ta­gen eine Art Grund­blind­heit vor Betre­ten-ver­bo­ten-Schil­dern ange­wöhnt. (»Ange­wöh­nen müs­sen«, ich könn­te die Sack­gas­sen sonst nicht zäh­len, die ich hät­te zurück­ge­hen müs­sen.) Sol­che Ver­bo­ten-Schil­der gal­ten ohne­hin nur für moto­ri­sier­te Fahr­zeu­ge und wer zu Fuß von A nach B geht, ver­mei­det eben ger­ne 5‑km-Umwe­ge und läuft dann ein­fach wei­ter.

So war mir Tot­holz in den ers­ten paar Minu­ten egal. Wür­de ich Tot­holz sehen, wür­de ich ein­fach schnell zur Sei­te auf Lebend­holz sprin­gen. So geschah es aber, dass mein Wan­der­stock auf einer Tot­holz­ab­kür­zung (ich hat­te den rich­ti­gen Weg mal wie­der GPS-ver­pennt) gute 30 cm durch eine Tot­holz­de­cke hin­durch­stieß. Wäre das mein Fuß gewe­sen, tja, au weh, Bein­bruch im Dschun­gel. So viel also zu den Face­book-Pil­ger­grup­pen-Mei­nun­gen, die mei­nen, einen Wan­der­stock dabein­zu­ha­ben, wäre unnö­ti­ger Bal­last. (Und den­je­ni­gen, die mei­nen, dass man kei­nes­falls abseits der offi­zi­el­len Wege akkür­zen soll­te…) Jeden­falls über­leb­te ich auch die­sen Abschnitt, wenn auch knapp.

Bis Bad Düben, dem nächst­grö­ße­ren Ort mit noch unbe­kann­ter Infra­struk­tur, ging es über Feld­we­ge mit Holz­skulp­tu­ren (tat­säch­lich sehr beein­dru­ckend — sie­he Fotos), über die säch­sisch-anhäl­tisch-säch­si­sche Gren­ze und über unend­lich vie­le Kilo­me­ter nörd­li­ches Wohn­ge­biets-Bad-Düben. Hier hat­te ich die 30-km-Mar­ke deut­lich über­schrit­ten, füll­te mein Trink­fläsch­chen auf einem Fried­hof nahe Down­town mit Nach­schub­was­ser und traf spät­nach­mit­tags an der Pil­ger­her­ber­ge nahe der Kir­che ein. 

Kei­ne Über­ra­schung: Ich war wie­der allein. Die­se Her­ber­ge war zwar noch nicht offi­zi­ell eröff­net, konn­te aber schon auf per­sön­li­che Anfra­ge beim Owner genutzt wer­den (Mühl­stra­ße 1, Mikesch). Es war tat­säch­lich die zau­ber­haf­tes­te, rus­ti­kals­te und modernst ein­ge­rich­te­te Her­ber­ge, die man sich vor­stel­len kann. Die »unbe­kann­te« Infra­struk­tur war eben­so üppig und einen kur­zen Spa­zier­gang ent­fernt. Zwei Super­märk­te und Dro­ge­rien in der Nähe, Fern­se­her, Rie­sen­du­sche, kom­plett aus­ge­stat­te­te Küche — das wur­de mein ers­tes Steak-Din­ner seit Jah­ren (na gut, Tagen). Natür­lich blieb ich bei mei­nem neu­em Lieb­lings-Besteck Göf­fel plus Mini­ta­schen­mes­ser, um den Luxus etwas pil­ger­haft ein­zu­fär­ben.

Hat­te ich erwähnt, dass das Pil­ger­lat­ten­rost des Pil­ger­betts elek­trisch ver­stell­ba­re Seg­men­te hat­te? Knopf an der Fern­steue­rung drü­cken… bsmm­m­m­m­m­mm — Rücken­seg­ment in 50°-Stellung. Per­fekt zum Pil­ger-Han­dy-Sur­fen nach einem anstren­gen­den Pil­ger­tag. 

Ich ließ mir Zeit, den die mor­gi­ge vor­letz­te Etap­pe war mal wie­der pil­le­pal­le und ich könn­te spät star­ten. Die 37 geschaff­ten Kilo­me­ter zoll­ten jedoch… doch.. schon… früh ihren… Tri­but. Zzzz…

Bad Düben ↦ Wölkau (Tag 10/​11)

Jakobs-Kilo­me­ter: 15 km (brut­to 18 km)

So lang­sam fühl­te ich das Ende die­ser Rei­se. Das vor­letz­te Auf­wa­chen und Auf­ste­hen, der vor­letz­te mor­gend­li­che Son­nen­auf­gang, der vor­letz­te Spa­zier­gang… Am vor­letz­ten Tag ging es quer durch die Leip­zi­ger Tief­lands­bucht, alles flach, von Hori­zont zu Hori­zont. Mil­des Kli­ma, ein biss­chen zu heiß, aber ange­neh­mes Wan­dern, jetzt im Sep­tem­ber. Mit eini­gen Aus­nah­men natür­lich: Ab und zu ging man den offi­zi­el­len Weg ent­lang an Land­stra­ßen, ohne Fuß­we­ge aber mit schnel­len und sehr knapp vor­bei­ra­sen­den moto­ri­sier­ten Fahr­zeu­gen. Vor­sich­tig wei­ter, immer schön den Autos aus­wei­chen und bloss nicht über die rie­si­gen Asphalt­kan­ten stol­pern. Wer über­legt sich denn so lebens­ge­fähr­li­che Stra­ßen­be­lä­ge, die links und rechts 15 cm abschüs­sig sind?

Weil ich weni­ge Kilo­me­ter und viel Zeit hat­te, trö­del­te ich. Das war nicht ein­fach, denn es gab fast nichts auf dem Weg, um Zeit zu ver­trö­deln.

  • Doch, ein­mal ging mir das Was­ser aus. Die ver­gan­ge­nen Tage erlern­te ich den »Fried­hofs­was­ser­blick«. Denn Fried­hö­fe haben meis­tens einen Trink­was­ser­na­schluss — an die­sen Tipp erin­ner­te ich mich von Fern­wan­de­rin Chris­ti­ne Tür­mer (Affi­lia­te-Emp­feh­lung zu ihrem Buch mit vie­len Tipps: Wei­te Wege Wan­dern: Erfah­run­gen und Tipps von 45.000 Kilo­me­tern zu Fuß https://amzn.to/3jKyhkG). Abge­se­hen davon zeig­te sogar die Open-Streets-Kar­te auf dem Krip­peh­na­ner Fried­hof ein Was­ser­han-Icon. 
  • Und Bir­nen fand ich auch noch am Stra­ßen­rand — mal bes­ser eine mit­neh­men.
  • Und die­se Heu­bal­len da drü­ben sahen inter­es­sant aus! Geo­me­trie. Licht. Struk­tu­ren. Eine Foto­ge­le­gen­heit für das Metro­po­li­tan Muse­um of Arts!

Juhu, 10 Minu­ten ver­trö­delt.

So kam ich schon kurz nach High Noon in der klei­nen 25€-Pension in Wöl­kau an. Da war frei­lich noch nie­mand, außer einer Bank im Innen­hof. Also ließ ich mich nie­der, belüf­te­te die Füße, half der DHL beim Hun­de­fut­ter­aus­la­den und erschreck­te als stau­bi­ger Allein­wan­de­rer die nach Hau­se kom­men­den Kin­der. Unbe­ab­sich­tigt. Ansons­ten war das Will­kom­men­hei­ßen sehr herz­lich.

Aller­dings traf jetzt das seit Tagen befürch­te­te Ereig­nis tat­säch­lich ein: Es gab hier nichts. End­lich war ich in der infra­struk­tur­lo­sen Glet­scher­wüs­te ange­kom­men. Kei­ne Gas­tro­no­mie, kein Super­markt, nur ein paar Mon­teu­r­bie­re von der Ver­mie­te­rin. Dem­entspre­chend bestand mein Abend­essen aus von Mön­chen erfun­de­nem flüs­si­gem Brot, einem Päk­chen Erd­nüs­se (ja, die aus Wit­ten­berg) und der vor­hin vom Stra­ßen­rand mit­ge­nom­me­nen Bir­ne. Köst­lich!! Jeder­zeit wie­der!

Über­ra­schen­der­wei­se mach­te sich die Anstren­gung des Vor­ta­ges noch­mal bemerk­bar und ich ver­brach­te erstaun­lich viel Zeit mit Schla­fen.

Wölkau ↦ Leipzig (letzter Tag 11/​11)

Jakobs-Kilo­me­ter: 29 km (brut­to 33 km)

Die letz­te Etap­pe! Fast 30 km sah auf Papier dem Han­dy-Screen nach »sehr viel« aus, aber die immer dich­ter besie­del­te Stadt und Stadt­um­ge­bung mit Vor­or­ten mach­te den Weg inter­es­sant. So dass sich die 30 km am Ende nur wie unge­fähr 29 anfühl­ten. Kuri­os: Wäh­rend all die­ser Kilo­me­ter hielt ich Aus­schau nach einem Leip­zi­ger Merk­mal. Ein Bau­werk, von Men­schen­hand geschaf­fen, irgend­wo down­town im Zen­trum, auf das man die gan­ze Zeit zusteu­ern könn­te. Von Ber­lin war ich so ein Bau­werk gewohnt — den auf dem zen­tra­len Alex­an­der­platz mon­tier­ten Fern­seh­turm, den man bei Föhn aus dem 250 km ent­fern­ten Ros­tock gut erken­nen konn­te. Wo waren denn die Leip­zi­ger Stadt­schafts­merk­ma­le?

Und wie ich da so auf der Land­stra­ße vor mich hin pil­ger­te und Aus­schau hielt nach solch einem Leip­zi­ger Hin­gu­cker, pas­sier­te es!:

DER STURZ

MIT BLUT

Auf einer Stra­ße zwi­schen den Vor­or­ten Mutschle­na und Gott­scheina, mit stark abschüs­si­ger Feld­sei­te, 15 cm hoher Asphalt­kan­te und natür­lich ohne Fuß­weg pas­sier­te der Sturz. Aus dem Poli­zei­be­richt:

Wäh­rend ich nach Leip­zig Aus­schau hielt und über die Aus­spra­che der Vor­or­te rät­sel­te, rutsch­te ich mit dem lin­ken Fuß über die 15 cm hohe Asphalt­kan­te, ver­lor das Gleich­ge­wicht und schramm­te mit dem gesam­ten Kör­per und 100 kg und 5 km/​h Schub auf den Asphalt. Ergeb­nis: Ein der Län­ge nach fünf­fach gebro­che­ner Ober­schen­kel, beid­sei­ti­ger Minis­kus­riss, der kom­plet­te rech­te Hand, die den Sturz (also die 100 beschleu­nig­ten kg) abzu­fan­gen ver­such­te, an zwan­zig Gelen­ken gebro­chen, Gehirn­er­schüt­te­rung, plus meh­re­re zen­ti­me­ter­tie­fe Fleisch­wun­den an Arm und Bein. Kran­ken­wa­gen!! Feu­er­wehr! Ein­s­eins­null!!

So fühl­te es sich zumin­dest die ers­ten fünf Minu­ten an. 

Auf dem Zahn­fleisch kroch ich den Stra­ßen­ab­hang nach unten aufs Feld, um noch Erde zum Blut zu mischen und mich vor den vor­bei­ra­sen­den Autos zu schüt­zen und eine ers­te Bewer­tung und Wund­ver­sor­gung vor­zu­neh­men. Tat­säch­li­ches Ergeb­nis: zwei geprell­te Fin­ger­ge­len­ke und flä­chi­ge Haut­ab­schür­fun­gen am rech­ten Bein.

Sonst eigent­lich nichts. Der flä­chi­ge Ober­haut­ver­lust schmerz­te im ers­ten Moment enorm, der Blut­fleck war hand­tel­ler­groß, nach ein paar Minu­ten war aber alles größ­ten­teils wie­der in Ord­nung und belast­bar. So ein gro­ßes Pflas­ter hat­te ich frei­lich nicht dabei, aber dank Coro­na trug ich einen 5‑Li­ter-Kanis­ter Des­in­fek­ti­ons­mit­tel mit mir. So konn­ten die Abschür­fun­gen wenigs­tens gemüt­lich an der Luft trock­nen und hei­len. Denn für Hil­fe von außen war das eine Lapa­lie. Also auf und wei­ter, so wie das ein rich­ti­ger Hard­core-Pil­ger macht.

So was unge­schick­tes auch. 

Fünf­zehn Kilo­me­ter vor dem Ziel.

Das tat der Moti­va­ti­on kei­nes­wegs einen Abbruch, im Gegen­teil! Ver­wun­det ins Ziel zu hum­peln, na, wenn das nicht von ech­tem Kampf­geist kün­det! Und der posi­ti­ve Neben­ef­fekt des blu­ten­der-Pil­ger-Auf­tre­tens in der hoff­nungs­los über­füll­ten und das Coro­na-Virus igno­rie­ren­den Innen­stadt-Pas­san­ten Leip­zigs: die Mas­sen an Men­schen gin­gen mir groß­räu­mig aus dem Weg. Denn Coro­na­tröpf­chen kann man zwar nicht sehen, aber die HIV-Angst der 80er sitzt noch tief in den Köp­fen. 

Und wenn es nicht das blut­ver­schmier­te Bein war, dann war es mein übri­ges Auf­tre­ten. Ich war doch schon etwas durch nach all den Kilo­me­tern, näher­te mich der 300er-Mar­ke. Der Ruck­sack hing ver­wahr­lost schräg, Wäsche zum Trock­nen flat­ter­te am schie­fen ange­klemm­ten Regen­schirm, auf­ge­ris­se­ne Hose und Shirt hin­gen her­aus, die (anfangs neu­en) Trek­king-Schu­he wirk­ten inwi­schen wie aus der Alt­klei­der­samm­lung, und mein Krank­heits-geplag­tes rech­tes Auge zuck­te wie in einem Car­toon­film. Wie bei die­sem Anblick eine Mobil­funk-Mar­ke­ting­tan­te und ein Sama­ri­ter auf die Idee kamen, mich über­haupt anzu­spre­chen, ist mir bis heu­te ein Rät­sel.

»Ent­schul­di­gung, Herr Wan­ders­mann. Haben Sie viel­leicht Inter­es­se…«

»Grrrrr.. Tss­s­s­ss tttst­s­s­ss sss­ss!!!«

Ich zisch­te sie buch­stäb­lich weg, wie eine Kat­ze. Denn Durst, Hun­ger, Klo, ach Herr­gott, lang­sam woll­te ich ein Ende fin­den. Und vor der Unter­kunft hat­te ich noch ein kla­res Ziel vor Augen: die Niko­lai­kir­che. Das ech­te Ende des Weges.

Durch das Tor der Niko­lai­kir­che zu gehen war, wie eine ande­re Welt zu betre­ten. Aus der welt­li­chen über­füll­ten Som­mer­hit­ze-Ein­kaufs­pas­sa­ge in die spi­ri­tu­el­le, gewal­ti­ge und zier­lich mar­mo­riert, kühl reli­gi­ös-bedeu­tungs­schwan­ge­re Umge­bung. Hier, am Ziel ange­kom­men, ver­ging die Zeit irgend­wie anders. 

Der Küs­ter übte gera­de Fugen. Die Kirch­hal­le war von gewal­ti­gen Orgel­klän­gen erfüllt. Ich setz­te mich erschöpft von 33 km Wall­fah­ren zwi­schen dem tosen­den Orgel­pfei­fen­sound auf Platz Nr. 64 (2^5 — eine mei­ner Lie­bings­zah­len) und lausch­te dem macht­vol­len Klang mit den magen­brum­men­den Bäs­sen und schril­len Hoch­tö­nen, das gan­ze akus­ti­sche Spek­trum aus­fül­lend, und, irgend­wie, befrie­di­gend, erlö­send. Was für ein pas­sen­des Ende zum Ende die­ses Jakobs­weg­ab­schnitts. 

Hier­her war ich also gekom­men, um Ant­wor­ten auf Fra­gen zu erhal­ten? Oder bes­ser for­mu­lier­te Fra­gen?

Ach was, ich woll­te ein­fach nur irgend­ei­nen Zei­ger in eine Rich­tung erhal­ten. Wie ich mit der Krank­heit umge­hen soll­te. Mit mei­ner Fami­lie. Mit mei­nem Tod. Mit der Kom­bi­na­ti­on aus all dem. Ein Zei­chen Got­tes erle­ben, irgend­wo hin­ein­in­ter­pre­tie­ren, oder hören. Viel­leicht wür­de es hel­fen, die Noten der vom Küs­ter gespiel­ten Lie­der zu tran­skri­bie­ren? Etwas zwi­schen den Zei­len zu fin­den — viel­leicht war die Musik der nächs­te Weg­wei­ser? 

Über­nächs­te Woche war das nächs­te Gehirn-MRT. Da wür­de sich zei­gen, ob die Meta­sta­sen wei­ter wuch­sen, oder ob die Wall­fahrts­the­ra­pie tat­säch­lich half. Aber eigent­lich betraf mein Hei­lungs­ge­lüb­de ja den gesam­ten Jakobs­weg nach Sant­ia­go. Da blei­ben noch ein­ge Kilo­me­ter übrig. 

Wer weiß, viel­leicht wür­de ich den Rest mei­nes Lebens brau­chen, um die­se Snt­ia­go-Kilo­me­ter zu schaf­fen? 

Das wäre schön.

Tschüß Via Impe­rii! War eine gemisch­te Erfah­rung mit dir. Ich bin dich gegan­gen, und du bist hin­ter mir. Ich wer­de dich nicht ver­ges­sen, aber auch nicht ver­mis­sen.

Jetzt aber erst­mal zurück nach Hau­se. Da war­tet ein Drei­jäh­ri­ger und sei­ne Mut­ter auf die­se Geschich­te :).

Moment, was geht denn da wei­ter Rich­tung Wes­ten?
Oh. Hal­lo Via Regia!

Hin­ter­grund zu die­sem Jakobs­weg, war­um ich ihn emp­feh­le und nicht emp­feh­le, und wie man mit den her­un­ter­lad­ba­ren GPX-Datei­en arbei­tet, gibt es auf die­ser Sei­te:
Hin­ter­grund und GPX-Infos zum Jakobs­weg Ber­lin ↦ Leip­zig

(Dies ist der 3. Teil. Teil 1 /​ Teil 2 ver­passt?

Und hier ist die begehr­te Ruck­sack-Pack­lis­te.)

Sei­te wei­ter­emp­feh­len oder spä­ter wei­ter­le­sen

Minecraft: Dein Survival-Buch richtet sich an junge (ab 8-12 Jahre) und alte Spieler (auch Eltern). Über 400 Seiten spannendes und Schritt-für-Schritt erklärendes Einstiegs- und Anleitungsmaterial für Minecraft-Spieler, die das Spiel kennenlernen. Pfiffig geschrieben, tolle Tipps, pädagogisch besonders empfehlenswert.

WordPress 5 - Das umfassende Handbuch ist das aktuelle Standardkompendium zur neuesten WordPress-Version. Didaktisch aufgebaut von einfachen Installations- und Pflegethemen bis hin zu Experimenten bei der Plugin-Programmierung. Das Buch hat etwas über 1.000 Seiten und erhielt und erhält Spitzenrezensionen.

Der Bescheid-geb-O-Mat schickt dir eine Mail, sobald neue Texte erscheinen.
Auch praktisch: Beitrags-Notifications erhalten (die rote Glocke links unten) oder die Facebook-Seite für Neuigkeiten abonnieren: 8BitPapa auf Facebook
Die Einwilligung ist jederzeit widerruflich (am Ende jedes Newsletters oder per E-Mail an 8bitpapa@8bitpapa.de). Der Newsletter-Versand erfolgt entsprechend der Datenschutzerklärung zum Bekanntgeben neuer Beiträge auf der Website.

WordPress 5 – Das umfassende Handbuch

1.076 Seiten, gebunden, Rheinwerk Computing, ISBN 978-3-8362-5681-0

Ansehen/bestellen beim Rheinwerk Verlagbei Amazon